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Nach dem Aufruf von Kronprinz Reza Pahlavi demonstrierten am 8. und 9. Januar 2026 Millionen Menschen und riefen unter anderem „Javid Shah“. Der Aufstand verdeutlichte den Wunsch nach einem säkularen, freien und demokratischen Staat.

 

Die landesweiten Proteste im Iran begannen am 28. Dezember 2025 mit Streiks und Kundgebungen von Händlern und Geschäftsinhabern in Teheran und mehreren weiteren Städten. Der Verfall der iranischen Währung, der drastische Preisanstieg, die strukturelle Korruption und die Unfähigkeit der Islamischen Republik, die wirtschaftlichen Krisen des Landes zu bewältigen, schufen die Voraussetzungen für eine rasche Ausbreitung der Proteste. Aus den anfänglich wirtschaftlichen Forderungen entwickelten sich schnell politische Proteste und der landesweite Ruf nach einem Ende der Islamischen Republik.

Nach dem Aufruf von Kronprinz Reza Pahlavi zu koordinierten Demonstrationen erreichten die Proteste am 8. und 9. Januar 2026 – entsprechend dem 18. und 19. Dey 1404 im iranischen Kalender – einen historischen Höhepunkt. Berichte und veröffentlichte Aufnahmen deuteten auf eine breite Beteiligung von Millionen Iranerinnen und Iranern in zahlreichen Städten hin. Mit Parolen wie „Javid Shah“ („Lang lebe der Schah“) und „Tod dem Diktator“ brachten die Demonstrierenden ihre Ablehnung der Islamischen Republik sowie ihre Unterstützung für die Rolle von Kronprinz Reza Pahlavi im Übergangsprozess zum Ausdruck.

Als Reaktion auf diesen Aufstand verübte die Islamische Republik eine der blutigsten Repressionswellen der jüngeren iranischen Geschichte. Sicherheitskräfte und militärische Einheiten setzten tödliche Waffen gegen Demonstrierende ein. D

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Andreas Schieder
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